Als Bio-Großhandel wollen wir unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dazu haben wir verschiedene kritische Punkte im Unternehmen und den Handelswegen identifiziert und Maßnahmen abgeleitet. Hier finden Sie unsere Klimaschutzaktivitäten, die wir an den Standorten, im Bio-Großhandel und der Logistik bereits umgesetzt haben.

 

Das tun wir an unseren Standorten

 

Weiling befasst sich seit jeher intensiv mit den Klimaauswirkungen seines Handelns und ist immer aktiv um Lösungen bemüht CO2-Emissionen zu reduzieren. Da im Handel mit weitreichender Logistik die vollständige Vermeidung von Treibhausgasen eine große Herausforderung darstellt, verfolgen wir einen zweistufigen Ansatz: Priorität hat die Reduktion von Emissionen durch Maßnahmen vor Ort. Für die nicht vermeidbaren Emissionen wurde im Zeitraum von 2020-2026 ein Ausgleich geschaffen, durch die Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte. Damals war das aus unserer Sicht der richtige Weg.

Grundlage hierfür ist seit dem Jahr 2020 eine jährliche Analyse unseres CO2-Fußabdrucks an den Standorten Coesfeld und Lonsee, die uns als Transparenzinstrument für unsere Nachhaltigkeitsleistung dient. Dieses wichtige Instrument werden wir weiterhin nutzen.

Im Detail werden dabei alle an den Standorten verursachten Treibhausgasemissionen ermittelt und analysiert. Dazu gehören z.B. die Heizung oder Kältemittel ebenso wie die An- und Abfahrt des Weiling-Teams zum Arbeitsplatz.

 

Unsere Klimaschutzprojekte in Ruanda und Kenia

 

In den Jahren 2020-2024 hat Weiling zwei Gold-Standard-zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützt: Das Virunga Berggorilla Projekt in Ruanda und das Kakamega Regenwald Projekt in Kenia. Dort wurden jährlich die noch nicht-vermeidbaren Emissionen an den Standorten Coesfeld und Lonsee freiwillig von uns kompensiert. Mit diesen Maßnahmen wollten wir aktiv einen sinnvollen Beitrag zum globalen Umweltschutz leisten und die Menschen in den Projekten vor Ort unterstützen.

Im Folgenden finden Sie die Urkunden der letzten Jahre sowie jeweils darunter die Emissionen im Detail.

Urkunden     2020  | 2021 | 2022 | 2023 | 2024

Emissionen  20202021 | 2022 | 2023 | 2024

→ Inzwischen sind wir so weit, dass wir genügend Erkenntnisse zu Vermeidungs- und Reduzierungsmaßnahmen in unseren eigenen Abläufen haben und setzen unsere Ressourcen nun vollständig auf deren Umsetzung.

 

 

Weiling: 100 % Ökostrom und eigene PV-Stromproduktion

 

Weiling setzt auf regenerative Energie und bezieht 100 % Ökostrom für seine Standorte in Coesfeld und Lonsee bei Ulm. In Coesfeld nutzen wir regionalen Ökostrom aus der nahegelegenen Windpark-Anlage Coesfeld – Letter Bruch.  Zum Zertifikat.

Ein Drittel unseres Strombedarfs wird direkt vor Ort produziert, um unsere Unabhängigkeit weiter zu stärken.

 

Am Standort Lonsee bei Ulm betreiben wir eine PV-Anlage mit 1.762 Modulen und einer Leistung von 750 kWp.

 

In Coesfeld ist eine PV-Anlage mit 2.409 Modulen und einer Leistung von 999 kWp in Betrieb.

Beide Anlagen sind so ausgelegt, dass rund 80 % des erzeugten Stroms direkt vor Ort genutzt werden. Besonders im Sommer benötigen wir viel Strom, um unsere Lagerflächen für frische Bio-Lebensmittel zu kühlen. Unser Ziel ist es, diesen Bedarf möglichst vollständig durch unsere eigenen PV-Anlagen zu decken.

 

Kältemittel für frische Ware
 

Im Bereich Kältetechnik setzen wir in Coesfeld auf eine der modernsten Anlagen anstatt auf klimaschädliche synthetische Kältemittel. Dabei wird natürliches CO2 und Ammoniak anstatt synthetischer und stark klimawirksamer Kältemittel eingesetzt. Ebenso wurde bei den eingesetzten Wärmeträgermischungen eine Lösung aus nachwachsenden Rohstoffen ausgewählt, welche zu 100 % biologisch abbaubar ist. Außerdem nutzen wir an beiden Standorten die Abwärme der Kälteanlagen mittels Wärmerückgewinnung.

 

 

Weiling hat bereits vor über 20 Jahren als Erster auf dreiwandige Rollis umgestellt, die gänzlich ohne Folienumwickelung auskommen.

Wir arbeiten ständig daran Verpackungsgrößen zu optimieren oder Verpackungen durch klimafreundlichere Lösungen zu ersetzen oder gänzlich wegzulassen. So liefern wir mittlerweile über 90 % des bioladen*Obsts & Gemüses unverpackt und davon 80 % in Mehrwegverpackungen, in sog. IFCO-Kisten (Black Lift Lock/siehe Foto) aus. Auch das spart unnötige Folie bzw. jede Menge Kartons.

Wir sind ausgezeichnet

 

Jedes Jahr bekommen wir von IFCO ein Zertifikat mit den individuell für uns berechneten Einsparungen durch die Nutzung der schwarzen Mehrwegkisten. Mit diesen Kisten bestreiten wir einen Großteil der Warenflüsse unseres Obsts & Gemüses und auch die Auslieferungen vieler anderer Waren findet mit den schwarzen Kisten statt.
 

So haben wir im vergangenen Jahr 2025 eine Abfallreduzierung bis zu 2.849.848 kg erzielt. Das entspricht einer täglichen Abfallmenge von 2.059.791 Menschen. Außerdem konnte eine Reduzierung des Wasserverbrauchs von 113.221 m³ erreicht werden, was in etwa 2.830.527-mal duschen (5 Minuten) entspricht. Weitere Einsparungen sehen Sie auf unserem Zertifikat.

 

Vom Fischernetz zur Thermobox – speziell für Weiling entwickelte IsolierBOX in der Auslieferung von Weiling

 

Für den Transport von besonders temperaturempfindlichen Produkten nutzen wir sogenannte EPP-Boxen aus expandiertem Polypropylen, sodass die Ware frisch und mit der korrekten Temperatur bei ihnen im Bioladen (unseren Kund*innen) ankommt. Die neue Weiling-Frischebox besteht aus bis zu 15% recyceltem Material, entlastet damit die Umwelt und hat noch weitere viele Vorteile für alle Seiten:

  • Längere Lebensdauer als herkömmliche Styropor- Boxen dank hoher Festigkeit und stabilem Bruch- und stoßfestem Zwischenboden und Deckel
  • Die Boxen können einfach gereinigt, oder maschinell gespült werden
  • Eine hohe Isolierfähigkeit reduziert Trockeneisbedarf
  • Das Material für die Boxen besteht zu einem Anteil von bis zu 15% aus recycelten maritimen Kunststoffabfällen wie z.B. gebrauchte Fischereinetze, die als Rezyklat der Produktion beigemischt werden.
    • Abfallentlastung der Ozeane durch Wiederverwertung maritimer Abfälle,
  • Die Boxen bestehen zu 100 % aus wiederverwertbarem Material

Täglich gelangen falsch entsorgte Kunststoffabfälle in die Weltmeere. Dies hat immense Folgen für Klima, die Tierwelt und die menschliche Gesundheit. Mit der Nutzung dieser Box unterstützen wir die langfristige Senkung der Meeresbelastung durch die Reduzierung von Kunststoffabfällen in den Ozeanen.

Coole Lösung: eutektische Platten

 

Eutektischen Platten werden als Kühlmittel für unsere Tiefkühlbehälter und Frischeboxen genutzt. Dabei reduzieren wir die Trockeneismenge je TK-Behälter bis zu Zweidrittel. In unseren grünen Thermoboxen ersetzen die eutektischen Platten das Trockeneis komplett.

Die Platten sind vergleichbar mit großen Kühlakkus. Aufgrund ihrer Beschaffenheit werden sie in speziellen Vorrichtungen runtergekühlt. In haushaltsüblichen Tiefkühlgeräten würden sie hingegen nicht komplett durchfrieren. Zudem enthalten sie eine ungiftige Salz-Wasser-Mischung und zeichnen sich durch große Robustheit, hohe Lebensdauer und lange Wiederverwendbarkeit aus.

Die Vorteile in Kürze:

  • Weniger Trockeneis in den Behältern bedeutet weniger CO₂-Emission.
  • Die Platten sind ohne Handschuhe zu handeln. Das ist bei Trockeneis nicht möglich. Da die Temperatur im gefrorenen Zustand bei -21 °C liegt, können unsere Kolleg*innen sie gefahrlos ohne Handschuhe anfassen. Sie dienen also auch der Mitarbeitersicherheit.
  • Als Kältespeicher wird eine ungiftige Salz-Wasser-Mischung verwendet.
  • Sie zeichnen sich durch hohe Lebensdauer aus.
  • Ein wichtiger Vorteil ist schließlich die lange Wiederverwendbarkeit.

 

Im Großhandel verursacht die Logistik einen Großteil der Emissionen. Deshalb hat Weiling aktiv an der Reduktion der Emissionen gearbeitet und Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt.

Im Jahr 2020 haben wir damit begonnen, unseren LKW-Fuhrpark nach und nach auf CNG*-betriebene Gas-LKW umzustellen. Diese emittieren weniger Schadstoffe als Diesel und sind zugleich deutlich leiser. Seit 2024 fahren wir ausschließlich mit Gas. Diesel ist für uns Geschichte.

Wir fahren mit Biogas

Anfang 2021 haben wir unsere eigene Gastankstelle in Betrieb genommen. Das Beste daran, die Gastankstelle wird mit 100% Biogas versorgt. Für uns ein Meilenstein.

Biogas aus Rest- und Abfallstoffen 

Das Biogas wird aus biologischen Rest- und Abfallstoffen hergestellt. Nachwachsende Rohstoffe, die in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen, sind ausgeschlossen. Dank der sorgfältigen Auswahl der Einsatzstoffe ermöglicht unser Biogas eine erhebliche CO2-Einsparung gegenüber herkömmlichem Diesel.

Die Gas-LKW-Flotte umfasst heute über 20 Fahrzeuge, mit denen wir die Ware umweltfreundlicher und leiser zu unseren Handelspartner*innen liefern.

 

* Compressed Natural Gas

Umstieg auf E-Mobilität

Auch die Dienstwagen von Weiling werden sukzessive auf neue Antriebsformen umgestellt. Mittlerweile fahren bereits eine zweistellige Zahl von vollelektrischen Dienstfahrzeugen in der Weiling-Flotte. Dazu betreibt Weiling zwanzig eigene Ladepunkte.

Neue Technologien auch bei Partnerlogistik

 

Neben der eigenen Gas-LKW-Flotte von Weiling wird die Auslieferung der Ware bereits seit Jahren in Kooperation mit Partnerspeditionen durchgeführt. Dem Weiling-Vorbild folgend haben diese begonnen, ihre LKW auf alternative Antriebsformen umzustellen. Die Auslieferung erfolgt im Fernverkehr teilweise mit LNG. Auf kürzeren Strecken sind CNG-LKW sowie erste E-LKW im Einsatz.

In den Jahren 2021-2025 hat Weiling zusätzlich freiwillig die Emissionen der gesamten Auslieferungslogistik inklusive aller mit ausliefernden Speditionen bilanziert und CO2-kompensiert.